Einführung: Madeira über seine Panoramastraßen entdecken
Madeira, der portugiesische Archipel im Atlantik rund 900 Kilometer von Europas Festland entfernt, ist bekannt für seine spektakulären Landschaften, steilen Klippen, die zum UNESCO‑Weltnaturerbe zählenden Lorbeerwälder und üppigen Gärten. Eine der eindrücklichsten Arten, die Vielseitigkeit der Insel zu erleben, ist jedoch, sie mit dem Auto zu erkunden. Die Panoramastraßen Madeiras bündeln Geologie, Kultur und Emotionen: aussichtsreiche Serpentinen über dem Meer, windumtoste Hochebenen in den Wolken, tiefe Täler, in denen Dörfer zu hängen scheinen, und Waldpfade, die zwischen Kiefern und Baumfarnen entlangführen.
Dieser umfassende, professionelle und detaillierte Guide stellt Ihnen die wichtigsten Routen auf Madeira vor – mit genauen Adressen, praktischen Informationen, Preisen in Euro und Öffnungszeiten, wo sie relevant sind. Ziel ist es, Ihnen leicht nachvollziehbare Fahrstrecken zu liefern und konkrete Orientierungspunkte für Aussichtspunkte, gastronomische Stopps, Spaziergänge und Fotohalte zu geben. Manche Strecken erfordern Vorsicht — enge Passagen, scharfe Kehren, Hochgebietsabschnitte — doch gut geplant öffnen sie Blicke von seltener Intensität, die den Aufwand mehr als rechtfertigen.
In diesem Guide finden Sie klare Etappen, lokale Tipps (beste Zeiten, um Nebel zu vermeiden, empfohlene Parkplätze, Alternativen mit öffentlichen Verkehrsmitteln), Vorschläge für Tages‑ oder Halbtagesrouten sowie praktische Infos wie Öffnungszeiten für bestimmte Gärten und Seilbahnen oder Eintrittspreise für touristische Attraktionen entlang der Strecken. Vorgestellt werden Orte von ikonischen Küsten‑Aussichtspunkten wie Cabo Girão bis hin zu inneren Pässen wie Paul da Serra und zu den Gipfeln, wo Sonnenaufgänge die Insel in ein Lichtspiel verwandeln.
Bevor Sie losfahren: Prüfen Sie den Straßenzustand (besonders im Herbst/Winter, wenn Arbeiten oder Stürme Verkehrswege beeinträchtigen können), mieten Sie ein geeignetes Fahrzeug (kompakter, aber stabiler Wagen, oft mit Schaltgetriebe), statten Sie sich mit Offline‑Karten oder GPS aus und halten Sie sich an die Verkehrsregeln. Denken Sie außerdem an den Menschen hinter dem Steuer: parken Sie sicher, nutzen Sie ausgewiesene Haltebuchten zum Genießen der Aussicht, blockieren Sie keine Fahrbahnen und unterstützen Sie nach Möglichkeit die lokalen Betriebe, die diese Stopps so angenehm machen.


1. Küstenstraße Funchal – Câmara de Lobos – Cabo Girão: Meeresblicke und schwindelerregende Klippen
Empfohlene Route: Start in Funchal (Innenstadt) → Avenida do Mar, Funchal → Câmara de Lobos → Cabo Girão → Ribeira Brava oder Rückfahrt nach Funchal. Dieser Küstenabschnitt verbindet das quirlige Hafenleben von Funchal, den Charme des Fischerorts Câmara de Lobos und das visuelle Adrenalin am Aussichtspunkt Cabo Girão.
Praktischer Ausgangspunkt: Teleférico do Funchal (Talstation)
– Adresse: Estrada Monumental 190, 9000-302 Funchal, Madeira, Portugal.
– Öffnungszeiten: täglich in der Regel 09:00–18:00 (kann je nach Saison variieren; im Sommer oft früher geöffnet).
– Preise: einfache Fahrt für Erwachsene ca. 16,00 €; Hin‑ und Rückfahrt für Erwachsene ca. 24,00 € (Richtpreise; Ermäßigungen für Kinder/Senioren).
Die Seilbahn bietet eine spektakuläre Auffahrt nach Monte und einen ersten Panoramablick über die Bucht von Funchal.
Câmara de Lobos
– Adresse: Estrada Regional 101, 9300-012 Câmara de Lobos, Madeira, Portugal.
Ein farbenfrohes Fischerdorf, ideal für eine Kaffee‑ oder Fischmittagspause. Schlendern Sie am Hafen entlang und gehen Sie hinauf zum Miradouro da Nossa Senhora da Conceição (Miradouro do Cabo) für einen Gesamtüberblick. Viele kleine Restaurants bieten Hauptgerichte im Bereich von etwa 10–20 €.
Cabo Girão
– Adresse: Estrada Regional ER101 / ER101-3, 9300-164 Câmara de Lobos, Madeira, Portugal. (GPS‑Koordinaten werden oft auf örtlichen Wegweisern angegeben.)
– Beschreibung: eines der höchsten Aussichtspunkte Europas (rund 580 m über dem Meeresspiegel) mit einer Glasplattform über dem Abgrund. Der Aussichtspunkt bietet einen atemberaubenden Blick auf die hängenden Terrassenfelder und das weite Meer.
– Öffnungszeiten: Aussichtspunkt rund um die Uhr zugänglich; Kassenbereich oder Besucherzentrum, wenn geöffnet, oft 09:00–17:00.
– Preise: Zugang zur Glasplattform meist kostenlos; Parkgebühren können je nach Saison 1–3 € betragen.
Lokaler Tipp: Kommen Sie frühmorgens, um die großen Touristengruppen zu vermeiden und ein ruhiges Meer für Fotos zu erwischen. Es kann sehr windig sein — nehmen Sie eine winddichte Jacke mit.

Fahrt und Navigation: Folgen Sie der ER101 von Funchal westwärts; die Straße verläuft entlang der Küste und durch moderne Tunnel. Die Strecke ist gut zu fahren, kann in der Hochsaison jedoch stark befahren sein. Für eine noch panoramischere Variante nehmen Sie die ER221, die etwas höher an der Küste entlangschlängelt und andere Ausblicke bietet.
Gastronomische Stopps: Das Restaurante Vila do Peixe (Adresse: Avenida 1º de Maio 6, 9300-218 Câmara de Lobos) ist für gegrillten Fisch bekannt; Preisniveau: Gerichte 12–22 €. Für einen Drink mit Aussicht probieren Sie das Snack‑Café beim Aussichtspunkt Cabo Girão, hier gibt es Getränke und Snacks ab etwa 3–6 €.
Sicherheit und Tipps: Der Aussichtspunkt Cabo Girão ist gesichert, aber vermeiden Sie den Rand bei Regen. Parkplätze in der Nähe sind begrenzt; nutzen Sie ausgewiesene Parkflächen. Wer Höhenangst hat, sollte einen sicheren Abstand zur Glasplattform einhalten.
2. Von Funchal nach Santana über Ribeiro Frio und São Vicente: Bergstraßen und Lorbeerwälder
Dieser innere Abschnitt im Norden und Zentrum‑Osten Madeiras führt durch dichte Wälder, feuchte Täler und zu Aussichtspunkten auf Kämme. Eine typische Route: Funchal → Estrada Monumental → ER103/ER104 → Ribeiro Frio → São Vicente → Santana.
Ribeiro Frio und Balcões
– Adresse: Ribeiro Frio, ER103, 9100-087 São Roque do Faial, Madeira, Portugal.
– Beschreibung: Ribeiro Frio ist bekannt für seine Forellenzucht und den kurzen Wanderweg « Balcoes », der zu einem spektakulären Aussichtspunkt über ein tiefes Tal und die umliegenden Gipfel führt.
– Öffnungszeiten: Forellenzucht und Besucherzentrum meist 09:00–17:00 geöffnet; die Wanderwege sind ganztägig zugänglich.
– Preise: Der Zugang zum Balcões‑Weg ist kostenlos; manchmal gibt es kostenpflichtige Verkostungen an der Forellenzucht (ca. 5–8 €).
Lokaler Tipp: Der Balcões‑Weg ist kurz und leicht begehbar (ca. 1,5 km Hin‑ und Rückweg). Anfangs morgens ist die beste Zeit, um Nebel zu vermeiden, der sich tagsüber häufig bildet.

São Vicente und die Nordküste
– Adresse: São Vicente, 9240-024 São Vicente, Madeira, Portugal.
– Beschreibung: Ein Küstendorf in einer vulkanischen Talung. Die Zufahrtsstraßen bieten Ausblicke auf terrassierte Anbauflächen und das Meer. In São Vicente lohnt sich ein Besuch des Centro de Ciência Viva (Rua da Igreja 10, 9240-040 São Vicente) für Hintergrundinfos zur Geologie der Insel.
– Öffnungszeiten Centro: meist 10:00–17:00; in der Nebensaison an manchen Tagen geschlossen.
– Preise: Eintritt ins Centro de Ciência Viva etwa 5–8 €.

Santana und seine typischen Häuser
– Adresse: Santana, 9230-128 Santana, Madeira, Portugal.
– Beschreibung: Santana ist weltberühmt für seine traditionellen strohgedeckten Häuser (Casas Típicas de Santana). Die Zufahrtsstraße steigt an den Berghängen entlang und bietet viele Fotostopps bei Dörfern und Weideflächen.
– Öffnungszeiten: Dorf und Aussichtspunkte ganztägig zugänglich; einzelne touristische Angebote haben variable Öffnungszeiten.
– Preise: Dorfbesuch kostenlos; Museen und lokale Attraktionen meist im Bereich 3–10 €.
Lokaler Tipp: Kombinieren Sie Santana mit dem Parque Temático da Madeira, wenn Sie mit Kindern reisen. Der Themenpark (Parque Temático da Madeira) liegt in Caminho do Parque, 9230-131 Santana. Öffnungszeiten typischerweise 10:00–18:00; Eintritt für Erwachsene ca. 15–22 € (vor Ort prüfen).
Fahrt und Fahrstil: Die Strecke nach Norden führt über steile Hänge und neu angelegte Tunnel. Häufige Kurven und manchmal eingeschränkte Sicht durch Nebel sind möglich. Die ER103 und ER101-1 sind gut instand gehalten, können aber stellenweise eng werden.
Praktische Hinweise: Packen Sie Wanderschuhe, wenn Sie Levadas oder kurze Pfade erkunden wollen. Nehmen Sie Wasser, eine Regenjacke und Fernglas mit, um Pflanzen und Tiere zu beobachten. Bleiben Sie auf markierten Wegen und pflücken Sie keine geschützte Flora.
3. Aufstieg per Straße und zu Fuß: Pico do Arieiro und Pico Ruivo – Gipfel und Sonnenaufgang
Das zentrale Hochland Madeiras beherbergt die beiden markantesten Gipfel: Pico do Arieiro (1.818 m) und Pico Ruivo (1.862 m). Die Straße hinauf zum Pico do Arieiro ist schon für sich ein Erlebnis, mit mondähnlichen Landschaften, in Fels gehauenen Tunneln und Pässen, die bis zum Meer abfallen.
Pico do Arieiro
– Adresse: Pico do Arieiro, 9300-100 Funchal, Madeira, Portugal. (GPS: ca. 32.7356°N, 16.9277°W)
– Beschreibung: Gipfel, der über die ER103 und lokale Straßen mit dem Auto erreichbar ist. Parkplätze und ein Besucherzentrum bieten Rundblick. Von hier starten Wege zum Pico Ruivo (unter anderem der Weg PR1.2).
– Öffnungszeiten: Zugang zum Gipfel rund um die Uhr; touristische Einrichtungen (Cafeteria, Shop) meist 08:00–17:00 geöffnet, saisonabhängig.
– Preise: Der Besuch ist kostenlos; Parken in der Regel kostenlos (außer bei Sonderveranstaltungen).
Lokaler Tipp: Für ein eindrucksvolles Spektakel stehen Sie sehr früh auf (zwischen 04:00–06:00 je nach Saison) und erleben den Sonnenaufgang. Selbst im Sommer kann es kalt werden – nehmen Sie warme Kleidung mit.

Pico Ruivo (für Wanderfreudige)
– Adresse: Pico Ruivo, Trailhead from Achada do Teixeira, 9270-051 Santana, Madeira, Portugal.
– Beschreibung: Der höchste Gipfel der Insel, erreichbar über einen markierten Wanderweg von Achada do Teixeira oder per anspruchsvoller Überquerung vom Pico do Arieiro. Die Ausblicke auf Kämme und Meer sind unvergleichlich.
– Öffnungszeiten: Wege sind ganzjährig begehbar, achten Sie jedoch auf Witterungsbedingungen.
– Preise: kostenlos; lediglich private Parkplätze an Startpunkten können ein paar Euro verlangen.
Lokaler Tipp: Die Überquerung Pico do Arieiro → Pico Ruivo ist technisch anspruchsvoll (ca. 6–8 Stunden Hin‑ und Rückweg). Gute Wanderschuhe, ausreichend Wasser und passende Ausrüstung sind unabdingbar. Nebel kann die Sicht schnell einschränken.
Anfahrt und Fahrverhalten: Von Funchal über VR1 und dann ER110/ER103 zum Inselzentrum. Die Straßen sind oft steil und kurvig; bevorzugen Sie Zeiten mit geringem Verkehr, wenn Sie eine Parklücke möchten.

Sicherheit und Wetter: In Gipfellagen kann das Wetter schnell umschlagen; prüfen Sie lokale Wettermeldungen und meiden Sie lange Wanderungen bei ungünstigen Bedingungen. Die Schutzhütten und Cafés am Pico do Arieiro bieten nach der Auf‑ oder Abfahrt willkommene Pausen.
4. Paul da Serra und Westküste: Plateau, Nebel und landwirtschaftliche Panoramen
Paul da Serra ist die große Hochebene Madeiras und eine der wenigen relativ ebenen Landschaften der Insel. Das Straßennetz über das Plateau bildet einen starken Kontrast zu den schroffen Küstenklippen: weite Horizonte, Weideflächen, Viehzucht und windige Straßen. Empfohlene Route: Funchal → Encumeada → Paul da Serra → Calheta / Porto Moniz.
Paul da Serra
– Adresse: Paul da Serra Plateau, 9370-000 Calheta, Madeira, Portugal (weites Gebiet ohne eindeutige Einzeladresse).
– Beschreibung: Karstplateau und weitläufige Weidezone, durchquert von der ER110 und lokalen Zufahrtsstraßen. Haltepunkte auf dem Plateau erlauben es, die Nebelschwaden unter den Füßen, Heideflächen und Weiden zu beobachten.
– Öffnungszeiten und Gebühren: Naturräume frei zugänglich; keine Maut.
Lokaler Tipp: Auf dem Plateau weht oft starker Wind und es kann neblig werden; die besten Sichtverhältnisse treten morgens auf, wenn sich die Nebel lichten. Nehmen Sie warme Kleidung und winddichte Schichten mit.

Abfahrt zur Westküste: Calheta und Porto Moniz
– Calheta – Adresse: Calheta, 9370-231 Calheta, Madeira, Portugal.
Calheta hat eine Marina, einen künstlichen Sandstrand und eine Promenade mit Cafés. Unterwegs bieten sich Fotostopps an, um die terrassierten Felder und mosaicartigen Anbauflächen festzuhalten.
– Porto Moniz – Adresse: Porto Moniz, 9270-116 Porto Moniz, Madeira, Portugal.
Porto Moniz ist berühmt für seine natürlichen Lavapools, die sich nach einem Morgen auf dem Plateau ideal zum Baden eignen.
– Öffnungszeiten und Preise: Die natürlichen Pools sind öffentlich zugänglich, meist rund um die Uhr; Park‑ und lokale Einrichtungen können eine kleine Gebühr verlangen (1–3 €). Strände und Promenaden sind kostenfrei.
Lokaler Tipp: Kombinieren Sie einen Vormittag auf Paul da Serra mit einem entspannten Nachmittag in Porto Moniz. Die Abfahrt hinunter zur Küste ist kurvig; fahren Sie vorsichtig und planen Sie Fotopausen an Aussichtspunkten ein.
Gastronomie und Stopps: Besuchen Sie die Piscina Natural de Porto Moniz (Rua do Seixal 22, 9270-126 Porto Moniz) zum Baden; Cafés vor Ort servieren Spezialitäten wie Espetada (Rindfleischspieße) für etwa 10–15 €. In Calheta bieten das Casa do Farol und andere Strandrestaurants Meeresgerichte für 12–25 € an.
5. Panoramastrecke Osten: Ponta de São Lourenço und die Klippen am östlichsten Zipfel
Die Halbinsel Ponta de São Lourenço am östlichen Ende Madeiras steht in starkem Kontrast zu den feuchten Wäldern im Inselinneren: trockene Landschaften, ockerglühende Klippen und weite, horizontale Meeresblicke. Ideal für einen halbtägigen Ausflug.
Ponta de São Lourenço
– Adresse: Ponta de São Lourenço, Caminho do Sardinha, 9200-447 Caniçal, Madeira, Portugal.
– Beschreibung: Naturschutzgebiet mit einem etwa 8 km langen Hin‑ und Rückwanderweg. Der Pfad ist gut markiert und bietet Aussichten auf spektakuläre Felsformationen und die Ostküste.
– Öffnungszeiten: Weg ganzjährig zugänglich; Besucherzentrum und Parkplätze oft 08:00–18:00 geöffnet.
– Preise: Zugang frei; Parkplätze mitunter gebührenpflichtig (2–5 € je nach Saison).
Lokaler Tipp: Nehmen Sie ausreichend Wasser, einen Hut und Sonnenschutz mit – die Halbinsel ist oft ungeschützt und ohne Schatten. Die Farben bei Sonnenuntergang sind besonders eindrucksvoll, wenn Sie die Wanderung gegen Ende des Tages beenden.

Caniçal und das Walmuseum
– Adresse: Museu da Baleia do Caniçal, Rua da Igreja 6, 9200-104 Caniçal, Madeira, Portugal.
– Beschreibung: Ein ehemaliges Fischerdorf mit einer Geschichte in der Walfangbranche, heute ein aktiver Fischereihafen und Ausgangspunkt für Tauch‑ und Bootsausflüge.
– Öffnungszeiten: Museum meist 10:00–17:00 geöffnet; vor Ort prüfen.
– Preise: Eintritt ins Museum etwa 3–6 €.
Lokaler Tipp: Probieren Sie Meeresfrüchte in den Hafenrestaurants; Caniçal ist auch Startpunkt für Bootstouren zur Beobachtung von Delfinen und Walen – Preise ca. 35–60 € pro Person, je nach Dauer.
6. Praktische Tipps, Verkehrssicherheit und lokale Tricks für schöne Aussichten
Reiseplanung: Legen Sie Hauptstrecken morgens an, wenn Sie durch Gebirgsland fahren (weniger Nebel), und nutzen Sie spätes Nachmittagslicht an der Küste (goldene Stunde). Auf Madeira kann das Wetter auf verschiedenen Inselseiten stark variieren: Der Norden ist häufig feuchter als der Süden. Prüfen Sie lokale Wetterdienste und Vorhersagen vor Fahrtbeginn.
Mietwagen und Ausrüstung:
– Hauptanbieter in Funchal: Europcar Funchal (Address: Rua da Carreira 42, 9000-014 Funchal), Hertz Funchal (Avenida do Mar 6, 9000-100 Funchal). Mietpreise variieren je nach Saison; rechnen Sie mit etwa 25–60 € / Tag für einen Kleinwagen, mehr für SUVs. In Hochsaison früh buchen.
– Versicherung: Denken Sie an umfassenden Schutz (CDW + Scheiben/Reifenversicherung), wegen enger Straßen und möglichen Steinschlags.
– Ausstattung: GPS, Offline‑Karte, Stirnlampe bei sehr frühen Sonnenaufgängen, warme und wasserdichte Kleidung.
Verkehrssicherheit:
– Halten Sie sich an Tempolimits und Verkehrszeichen. Nebenstraßen sind oft eng und ohne große Randstreifen.
– Nutzen Sie offizielle Parkplätze für Fotostopps. Halten Sie nicht in Kurven.
– Achten Sie auf lokale Busse und ortskundige Fahrer, die enge Linien fahren können.
Lokale Tipps:
– Kulinarische Pause: Probieren Sie Bolo do Caco (lokales Brot) mit Knoblauchbutter (Manteiga de Alho); eine Portion kostet etwa 1,50–3,00 €.
– Getränk: Madeira‑Wein gibt es in verschiedenen Stilrichtungen; rechnen Sie mit 8–20 € für eine gute Flasche aus einem Weingut.
– Märkte: Der Mercado dos Lavradores (Avenida Arriaga 31, 9000-041 Funchal) ist ideal für lokale Früchte, Blumen und Handwerk; Öffnungszeiten meist 07:00–19:00.

Umweltschutz: Madeira beherbergt empfindliche Ökosysteme. Bleiben Sie auf den Wegen, nehmen Sie keine Steine oder Pflanzen als Souvenir mit und reduzieren Sie Müll, indem Sie Reste wieder mitnehmen. Nutzen Sie bestehende Infrastrukturen für Pausen und unterstützen Sie lokale nachhaltige Initiativen.
Fazit: So holen Sie das Beste aus den Panoramastraßen Madeiras heraus
Madeira lässt sich in Schichten entdecken: das Meer und seine Klippen, die Berge und Kämme, das Plateau mit seinen Winden und schließlich die Dörfer mit ihrer Kultur. Die Panoramastraßen der Insel sind Aufforderungen zum Langsamerwerden, Hinschauen und Erleben. Jede der hier vorgestellten Routen — von der Südküste bei Cabo Girão über den Aufstieg zu den Gipfeln, vom Plateau Paul da Serra bis zu den feuchten Hängen von Ribeiro Frio — bietet kräftige Kontraste, Fotomotive und kulinarische Zwischenhalte, die die Reise unvergesslich machen.
Um das Maximum aus Ihren Touren herauszuholen, planen Sie, bleiben Sie aber flexibel: Wetter oder spontane Zwischenstopps können den Verlauf ändern, und manchmal offenbart sich die beste Aussicht hinter einer ungeplanten Kurve. Bereiten Sie sich vor: passendes Fahrzeug, Sicherheitsausrüstung und Reservierungen, wenn nötig (Seilbahn, einzelne Besichtigungen). Nutzen Sie lokale Tipps — beste Fotospots zu bestimmten Zeiten, lokale Restaurants, sichere Parkplätze — und respektieren Sie die empfindliche Natur der Insel.
Vergessen Sie nicht: Madeira ist mehr als nur Kulisse — es ist ein lebendiger Ort mit kulinarischen Traditionen, Handwerkern und Landschaften, die von Generationen von Landwirten geformt wurden. Unterstützen Sie die Gemeinschaften, indem Sie lokal konsumieren, lokale Führer für längere Wanderungen buchen und die Regeln der Naturparks achten. Ob Sie den Nervenkitzel einer Glasplattform über der Klippe suchen, die Ruhe eines Waldpfads oder die Pracht eines Sonnenaufgangs auf einem Gipfel — die Panoramastraßen Madeiras schenken Ihnen ein eindrucksvolles, sinnliches und natürliches Reiseerlebnis.

